Skifahren Silvester 23/24 | © Benedikt Rauh

Skifahren Silvester 23/24

Full Send ins neue Jahr

10.01.2024

Sonntag, 31.12.2023: Anreise und Skifahren am Katschberg

Endlich wieder zum Skifahren!! Pünktlich zum Abschluss des Jahres 2023 geht’s bei uns in der Früh los. Für die Motivierten heißt es schon um 4 Uhr Treffpunkt, damit gleich am selben Tag schonmal die Pistenverhältnisse ausgekundschaftet werden können. Für die Langschläfer startet der Bus erst um 9:30Uhr… das klappt nicht ganz wie vorgestellt, da einer unserer Teilnehmer am Vorabend ein bisschen feierwütig unterwegs war. Mit einer knappen Stunde Verspätung macht sich dann aber auch der 2. Bus auf in Richtung Stall. Nach einer entspannten, staufreien Fahrt kommen wir an unserer Unterkunft der ehemaligen Dorfschenke an, die sich in den letzten Jahren immer sehr bewährt hat. Während des Auspackens müssen wir leider feststellen, dass ein paar Mäuse in einigen Schrankecken eingekehrt sind. Zum Glück findet wir für alle Lebensmittel ein sicheres Mäuseversteck. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben, beginnt auch schon das große abendliche Kochen, während unsere Skifahrer vom anderen Bus auch langsam eintrudeln. Nach einem stärkenden Mahl werden die ersten Hopfengetränke geöffnet, um sich langsam auf das Reinfeiern ins neue Jahr einzustellen. Mit guter Musik und guter Getränkeauswahl geht die Zeit bis zum Jahreswechsel auch schnell rum. So stellen wir uns dann kurz vor Mitternacht nach draußen und heißen das Jahr mit vielen Umarmungen und brennenden Wunderkerzen willkommen. Damit wir am morgigen Tag aber trotzdem fit für die Piste sind, gehen wir nach ein/zwei weiteren Stündchen ausgiebigen Feierns aber auch schon ins Bett.

Montag, 01.01.2024: Bluebird Powder Day im Skiegebiet Ankogel-Mallnitz

Am Neujahrsmorgen fiel das Aufstehen mit der Aussicht aufs Skifahren deutlich leichter. Da dies für manche mehr und manche weniger gilt haben wir uns in eine frühe und eine späte Gruppe aufgeteilt.

Bei der frühen ging es um 8:30 los Richtung Ankogel Mallnitz und als erstes haben die im Internet gekauften Liftpässe direkt mal nicht funktioniert wollen, aber ein kurzes vorstellig werden an der Kasse, konnte die Liftpässe dann doch schnell freischalten. Nachdem dann dieses Problem behoben war ging es hoch motiviert in die Gondel und direkt auf die Talabfahrt. Bis der Rest ankam wurde schon fleißig Technik trainiert und das, wohlgemerkt nicht sehr große, Skigebiet ausgekundschaftet. Als alle von uns da waren, ging es direkt weiter, indem Schanzen gebaut wurden und schon vorhandene Felsabbrüche genutzt wurden, um die eigene Standfestigkeit der Kniegelenke zu testen. Währenddessen konnte man auch toll im Gelände fahren und es wurden hochprofessionelle Interviews für den noch nicht vorhandenen Kanal "JuMa TV" gedreht.

Gegen Ende des Pistentags machte sich ein Bus schon etwas früher wieder an den Heimweg und begann fast unmittelbar nach der Ankunft mit den Vorbereitungen fürs Abendessen. Während der zweite Bus vom Skigebiet auf dem Heimweg war, führen zwei von uns mit dem Bus von der Hütte los, um noch unseren Fipsi vom Bahnhof abzuholen.

Da das Essen sich viel Zeit gelassen hat, wurde spontan die Tourenplanung für den nächsten Tag vorgezogen. Nach einem späten und eher halbgaren Abendessen ging es dann auch für alle ins Bett.

Dienstag, 02.01.2024: 2 Gruppen, 1 Gipfel und die rollende Planung 

Unser Wecker klingelt uns um 6:30Uhr aus den Betten. Das Frühstück ist gedeckt und nach 1,5 Stunden fahren wir schon los zu unserem heutigen Ausgangspunkt, das Sadnighaus. Der Weg schlängelt sich die letzten Kilometer die Serpentinen auf 1.880 Höhemeter hoch. An einer der letzten Kehre kommt uns Gegenverkehr entgegen. Der tschechische Bus passierte gut den ersten unserer Busse. Wir merken an, dass noch ein Bus von uns hinter uns ist. Das Einzige, was wir von dem tschechischen Fahrer hörte ist „Scheiße“. 

 

Jeder macht sich am Parkplatz fertig und dann ziehen beide Gruppen einen großen Piepscheck durch. Das Wetter war besser als angesagt.

Beide Gruppen haben am gestrigen Abend eine Tourenplanung vollzogen. Der Gipfel war gleich. Das Ziel liegt auf 2.604 Höhenmeter, der Mohar.

In der Gruppe, die Georg anleitet, geht unsere Route über das Göritzer Törl, das auch unser Checkpoint ist. Filip spurt uns die ersten Meter. Nach ungefähr zwei, drei Kilometern versuchen wir uns zu orientieren. Wo ist unser Gipfel? Wo liegt das Törl? So leicht gibt es die Landschaft nicht von sich. Mit Hilfe von GPS-Daten spurt Filip uns weiter Hochhinaus. Auf einer Höhe von … sehen wir, wo unser Checkpoint ist.

Am Göritzer Törl angekommen, blicken wir auf die Nordost Seite des Mohar. Hier ging unsere Route weiter. Verweht und felsig sieht der weitere Weg aus. Skifahrertechnisch nicht lohnend. Hier erkennen wir die rollende Planung. Am Checkpoint entschieden wir uns gegen den Gipfel Mohar und möchten unseren alternativen Gipfel auf unserer rechten, die Kluidhöhe auf 2.579 Metern besteigen. Hier können wir sagen, dass die Abfahrt wesentlich ansprechender aussah. Auf der Kluidhöhe sehen wir in die wahnsinnige ferne lauter Bergketten, aber auch die andere Gruppe kurz unterhalb des Mohar. Unser Zeitplan halten wir gut ein. Gestärkt und abgefellt haben wir wirklich schöne und weite Abfahrtshänge zu genießen.

Die Gruppe ist zufrieden mit unserer Entscheidung und da es noch nicht spät ist, halten wir bei einer Hütte auf 2/3 des Runterweg an und halten mehrere Durchgänge vom LVS Training ab. Die Unterschiede von Gegenständen beim Sondieren frischen wir dazu auch noch mit auf. Zurück am Auto fahren wir recht zügig zurück zu unserer Unterkunft. 

Am Abend wird diskutiert, was am morgigen Tag pausieren soll, da Kaiser Wetter angesagt ist, aber eigentlich ein Pausetag anstehen sollte. 

Nach einer langen Diskussion kommen wir zum Entschluss, dass ein Bus den Tag zum Skitouren gehen ausnutzen möchte und der andere Bus zum Ausprobieren vom Eisklettern im Eispark fährt. 

Mittwoch, 03.01.2024: Kein Pausetag bei Kaiserwetter

Heute geht ein Teil der Gruppe zum Skitouren gehen während der andere Teil der Gruppe zum Eisklettern geht. Den Bericht zum Eisklettern gibt’s hier:

Eisklettern im Eiskletterpark Osttirol

Der Tag startet genauso mit 6:30 Uhr aufstehen, frühstücken, packen und um 8:00 Uhr wird aufgesattelt. Wir schaffen es in der Zeit diesmal vor der Fahrt schon aufzufellen.

Unsere heutige Tour geht auf den Stellkopf (2.852 Höhenmeter). Der Ausgangspunkt ist der gleiche wie am Tag davor, am Sadnighaus.

Gemeinsam legen wir die Schneeketten heute früher an.

Was für ein Zufall, dass wir am Parkplatz den gleichen Tschechen wie gestern wieder entgegenkommen und die uns panisch fragen, ob wieder ein zweiter Bus noch hochfährt. Unser Busfahrer Jan teilt ihnen lachend mit, dass wir heute nur mit einem Auto unterwegs sind. „No second one, haha.“

Für uns steht fest, dass wir bei diesem Kaiser Wetter uns nicht euphorisch auf die Tour stürzen. Uns liegen die letzten Tage in den Knochen.

Lina übernimmt die Führung und spurt uns ganz entspannt das Astental hinter. An der Kröllalm ist unser Checkpoint, wo wir die steilen Hänge beurteilen, unter Georgs Hilfe. Wir schließen die „Schlüsselstelle“ für die aktuellen Bedingungen aus.  Wir lassen die Kröllalm hinter uns und dürfen schon sehr bald die Sonnenstrahlen auf uns merken. Unterhalb vom der Stellhöhe besprechen wir die Körperliche Lage allerseits und die Motivation. Zweiter Checkpoint.

In der Gruppe ist eindeutig von der Mehrheit kommuniziert, dass der Gipfel kein zwingendes Tagesziel sein muss. Wir schauten uns um und der Hang auf unserer rechten (unterhalb von der Roten Wand) sieht noch so toll unverspurt aus. Also war unser Tagesziel geile powre Abfahrten mitzunehmen! Till versucht seine ersten Spuren für die Gruppe in dem unberührten Gelände zu führen.

Auf einem Hügel unterhalb der roten Wand vespern wir und genießen die Wärme der Sonne. Nach unserer Mittagspause beginnt der ganze Spaß. Richtig geniale Powder Hänge zum Abfahren. Unten am Sadnighaus angekommen grinsten wir glücklich und machen uns auf den Weg zum Einkaufen und danach zurück zur Unterkunft. Jeder von uns ist glücklich sich gegen einen Pausetag entschieden zu haben.

Und so lassen wir den Abend bei gutem Gemüse Curry, Kartenspiele und guten Gesprächen ausklingen.

Donnerstag, 04.01.2024: Ruhetag

Aufgrund des längeren Vorabends beginnt der Morgen an unserem „Ruhetag“ etwas entspannter. Nach dem obligatorischen Müslifrühstück und einem Kaffee teilt sich die Gruppe auf. Ein Teil bleibt leider daheim in der Hütte, um sich zu erholen oder sich den überraschend knappen Uni Praktikum Deadlines zu widmen. Für den anderen Teil lautet das Ziel des heutigen Tages: Lienzer Dolomitenbad. Besonders die Saunalandschaft sorgt bei vielen für große Vorfreude. Und die Erwartungen sollten erfüllt werden. In der angenehmen Wärme und dem Geruch des „Tannennadel-Orangen“ oder „Zwetschgen“-Aufgusses sind die anstrengenden Touren der letzten Tage schnell vergessen. Als der Saunameister dann auch noch beim Aufguss in der „Finnischen“ die akrobatischen Showeinlagen auspackt, sind selbst die erfahrenen Saunagänger unserer Gruppe beeindruckt. Wir wären gerne noch länger geblieben, aber schließlich machen wir uns wieder auf den Heimweg, um das Abendessen vorzubereiten. Glücklicherweise dauert es heute nicht lange und schon bald stehen die Gnocchi mit Pesto Soße auf dem Tisch. Frisch gestärkt öffnet nun der „Skireparatur Service Berger“ seinen mobilen Laden. Kurzerhand wird ein Tisch leergeräumt, ehe zwischen gefüllten Kochtöpfen Löcher im Belag geflickt und die Beläge neu gewachst werden. Für die Piste am nächsten Tag will schließlich jeder das beste Material haben. Nach getaner Arbeit klingt der Abend noch bei Gitarrenmusik und mehreren Runden „Djungle Speed“ aus. Dabei handelt es sich um ein Kartenspiel bei dem es um Reaktionsschnelligkeit und Griffkraft geht. Dabei ist es nicht unüblich, dass es zwischen zwei Spielern im Kampf um den Sieg in einem „Ringkampf“ endet und kleinere Schürfwunden an den Händen gehören ebenfalls dazu. Dennoch erfreut sich das Spiel großer Beliebtheit in der Gruppe. Abgesehen von ein paar Leuten, denen das Spiel mal wieder zu „stressig“ ist und die noch von den „Uno Flip“ Erfahrungen der letzten Jahre traumatisiert sind.

Freitag, 05.01.2024: Skifahren Mölltaler Gletscher

Und wieder klingelt uns der Wecker zu früh aus den Federn. Aber nach einem guten Frühstuck, und dem üblichen morgendlichen Gewusel sind wir fast alle Abfahrt bereit. Noch kurz auf die üblichen Verdächtigen warten und schon starten die beiden Busse in Richtung Mölltaler Gletscher & Ankogel Mallnitz. Noch bevor wir den Ort verlassen, fällt Paul auf, dass seine Jacke noch im Haus liegt und so dreht der eine Bus noch eine extra Runde. Trotz dessen schaffen wir es noch uns alle in die erste Bahn hoch zum Gletscher zu zwängen. Oben angekommen werden wir vom Wind und diesigem Wetter begrüßt. Trotzdem geht’s auf die Piste und wir fahren die ersten Runden. Nach zwei Stunden Einfahren treffen wir uns in den am Vorabend ausgelosten zweier Gruppen und bekommen etwas Einzelunterricht. Die bessere Hälfte der Gruppe hat nun zwei Stunden Zeit dem Rest ein bisschen Technik beizubringen. Nach vielen Übungen, Abfahrten mit und ohne Stöcke und neuem Wissen, treffen wir uns alle zusammen für eine ausgedehnte Mittagspause. Während die einen einen ausgedehnten Mittagsschlaf machen, ist Lina unter ihrem Pseudonym „Laura aus Nürnberg“ im Radio Kärnten zu hören, bis Georg das Interview umdreht und den Moderator mal fragt was er eigentlich ohne Skier aufm Gletscher macht. Nach der Stärkung geht’s dann nochmal in der großen Gruppe gemeinsam los den Pisten-Tag ausklingen lassen. Bis auf einen kleineren Zusammenstoß mit dem Sessellift und der damit verbunden Frage, ob wir eigentlich betrunken seinen, genießen wir die Abfahrten, bewundern Georgs und Emmys parallele Kurzschwünge und können unsere eigene Technik zeigen. Bevor es mit der Bahn zurück ins Tal ging, gabs noch eine heiße Schokolade im Zelt. Eigentlich ne entspannte Sache, aber durch die absolute Planlosigkeit der Angestellten wurde die Abrechnung am Ende eher kompliziert. Zurück am Haus gehts gleich in die Küche. Entweder zum Kochen oder um nach Resten zu suchen. Neben den geplanten Käsespätzl wird auch noch großzügig das Curry der Vortage verteilt und nach dem der Versuch, Bene einen guten Löffel Curry aus zwei Metern in den Mund zu schnippen, an der Decke endet, finden auch die letzten Schöpfer beim nicht treffenden Leo ein zu Hause. Danach will noch die Skitour am nächsten Tag geplant werden. Durch die eher schlechten Wettervorrausetzungen, wenig Schnee an so mancher Stelle und sowohl unterschiedlicher Motivation für die Planung als auch Erwartung an die Tour, ist es keine ganz einfache Angelegenheit.

Samstag, 06.01.2024: Real Life Hill Climb Racing

Nach einer langen Tourenplanung am Vorabend auf Grund der noch unsicheren Menge an Neuschnee, fahren wir um halb 8 mit unseren Busen los. Wir hatten uns erneut für das Sadnighaus als Ursprung unserer Tour entschieden, da wir uns dachten das die anliegenden flachen Hänge sehr gut zum powdern geeignet sind. Über Nacht hatte es so 20 cm Neuschnee gegeben. Der erste Bus mit Niklas (aka Walter R.) am Steuer schaffte es schließlich trotz ungeräumter Straße bis zum Sadnighaus auf 1876 Hm. Leider blieb der etwas schwerere zweite Bus, aber mehrmals stecken selbst alles schieben und neben dem Bus herlaufen half nicht mehr weiter (fast wie 1983 bei Audi vs. Lancia). Und Als dann schließlich die Schneekette riss musste der Versuch abgebrochen werden. Leider hatte sich an diesem Morgen die Ausrüstung beider Buse vermischt, weshalb auch der erste Bus umdrehen musste. Nachdem der erste Bus noch eine ausgiebige Schneeballschlacht inklusive Gesicht mit Schnee Einseifen gemacht hatte, um den „Hill climb“-Erfolg zu feiern. Dann trafen sich beide Busse in Heiligenblut am Anfang der Großglockner-Hochalpenstraße, um eine Pistenskitour mit LVS-Suche zu machen. So laufen wir über eine noch unpräparierte Piste entspannt etwa 400 Hm bis zu einem Heuschober hoch. Dieser ist offen und bietet uns Schutz vor dem Schneetreiben. Ein perfekter Pausenplatz an einem diesigen und schneereichen Tag. Nach der Skitour gibt es gefüllte Wraps zum Abendessen und wir genießen den letzten gemeinsamen Abend.

Sonntag, 07.01.2024: Heimreise

Heute war der Tag, den keiner von uns herbeisehnte: Die Heimreise stand bevor. Nach einem herzergreifenden letzten Abend fanden sich alle – mehr oder weniger munter – gegen 9 Uhr beim gemeinsamen Frühstück ein. Dann begann das fröhliche Chaos des Taschepackens und Zimmeraufräumen. Mit Taschen voller Erinnerungen und gesammelten Erfahrungen versammelten wir uns draußen, um das Haus in Ordnung zu bringen – eine Teamleistung, die das Aufräumen fast zum Vergnügen machte. Anschließend trafen wir uns zu einer ausgelassenen Feedback-Runde. Wir sprachen über die Höhen und Tiefen der vergangenen Tage, bevor unser kreativer Jugendleiter das Highlight des Abschlusses enthüllte: Ein pädagogisches "Spiel", bei dem wir für jeden eine positive Botschaft auf den Rücken schrieben. Die Zettel blieben bis zu Hause verschlossen, um die Spannung zu bewahren. Mit beladenen Bussen brachen wir Richtung Schwabach auf und ließen auf der Rückfahrt eine Woche voller Spaß und wertvoller Erfahrungen Revue passieren. Ein riesiges Dankeschön an die Jugendleiter für die geniale Organisation und Umsetzung dieser unvergesslichen Ski-Woche!