Skifreizeit 2018/19

27.12.2018

Da wir bereits am Vorabend einige Vorkehrungen getroffen hatten und die Busse mit unserer Verpflegung beladen hatten, konnten wir uns am heutigen Morgen, den 27.12.2018 genehmigen etwas länger auszuschlafen. So trafen wir uns erst um 8 Uhr an der Schwabacher Kletterhalle um die Fahrzeuge mit dem restlichen Gepäck zu beladen. Um halb neun waren wir dann abfahrtsbereit, doch wir mussten noch die vergessenen Utensilien zweier Schifahrer bei ihnen zuhause abholen und so verzögerte sich die Abfahrt ins Zillertal nochmal auf 8:45 Uhr. Wie so oft gab es Missverständnisse bei der Routenwahl und so legten wir die ersten Kilometer auf der B2 zurück. Als wir dann endlich die A9 erreicht hatten ging es wieder gut voran und wir konnten ungestört durchfahren, wobei wir München in Rekordzeit auf dem Mittleren Ring durchquerten, während alle anderen Autofahrer sich auf der A99 eine halbe Stunde länger quälten. Kurz vor der österreichischen Grenze mussten wir dann einen Rastplatz aufsuchen, um Vignetten zu kaufen und uns mit selbstgebackenen Kuchen zu stärken. Wir erreichten Aschau und fuhren dann die perfekt geräumte Straße bis zum Parkplatz unserer Hütte hoch, wobei wir schon einige Blicke auf die Piste erhaschen konnten. Die letzten Meter waren zwar nicht geräumt dennoch stellten sie kein Problem für uns dar. Anschließend trugen wir unser Gepäck und die Vorräte auf die Hütte, schürten den Ofen und den Herd ein und besprachen die Betten Verteilung. Während der eine Teil der Gruppe die Hütte weiter einrichtete und die Vorräte verstaute, fuhr der Rest nochmal zur Talstation der Lifte nach Kaltenbach um Ski auszuleihen und die Liftkarten zu kaufen, damit wir am nächsten Tag direkt loslegen konnten. Auf der Rückfahrt zur Hütte wurde noch an einem kleinen Anfänger Hang gehalten um sich mit dem Schnee vertraut zu machen. Als wir wieder auf der Hütte ankamen stand das Essen bereits am Tisch und der Abend hatte ein frühes Ende, da sich alle auf den bevorstehenden Skitag freuten.

28.12.2018

Nach dem morgentlichen Gesang der Damen musste sich auch der Rest der Gruppe gegen 6:30 Uhr aus dem Land der Träume und somit aus dem Bettenlager verabschieden und sich Richtung Frühstück begeben. Mit eingenommener Verzehrung wurden die Gesichter fröhlicher und die Motivation stieg. Nur kurze Zeit später waren auch schon die Busse beladen und es ging die enge Straße bergab Richtung Kaltenbach. Der erste Tag Skifahren konnte endlich beginnen. Mit der Gondel fuhren wir den Berg hoch und teilten uns oben angekommen in zwei Gruppen auf. Die Profis, die sich bescheiden gerne als die Fortgeschrittenen bezeichneten, mussten zwei ihrer Kollegen für den Skigrundkurs zur Verfügung stellen um die Rookies bei ihren ersten Schwüngen auf der Piste zu begleiten. Dies war vor allem am Anfang von essenzieller Wichtigkeit damit die grundlegenden Techniken des Skifahrens schnell verinnerlicht wurden und schnell Fortschritte gemacht wurden. Gegen 13:30 Uhr neigten sich dann langsam die Kräfte und die beiden Teilgruppen trafen sich an der Kristallhütte um sich bei einer zünftigen Brotzeit gemeinsam für die zweite Tageshälfte zu stärken. Bei einer hervorragenden Aussicht wurden die in der Früh vorbereitete Verpflegung und ein warmer Tee genossen. Auch in der zweiten Tageshälfte konnten bei sonnigem Wetter die guten Pistenverhältnisse genossen werden. Nach einem schönen Tag und wohlbehaltener Rückkehr zur Hütte wurde das Lieblingsessen der Hüttenbewohner serviert, Nudeln mit Tomatensoße. Bei einer entspannten Runde Wein für die Erwachsenen konnten die Erlebnisse geteilt werden und der erste Pistentag ausklingen.

29.12.2018

Am 29.12.2018 wurden wir um 6:30 Uhr von einen wunderschönen und fröhlichen Wecklied aus dem Schlaf geholt. Es dauerte jedoch noch ca. eine halbe Stunde bis sich auch die letzten kleinen Morgenmuffel aus den Schlafsäcken geschält hatten und wir am Frühstückstisch saßen. Der Plan für heute war, in das Skigebiet Mayrhofen fahren. Da wir einige Probleme mit der Parkplatzsuche hatten, standen wir letztendlich erst gegen 10 Uhr auf unseren Skiern und teilten uns wie jeden Tag in zwei Gruppen. In den darauffolgenden Stunden wedelten wir bei strahlend blauem Himmel die Pisten hinunter und genossen den Sonnenschein. Außerdem stellten wir uns der berühmten „Harakiri“, die mit 78% Steigung als die steilste Piste Österreichs gilt (ganz nach unserem Motto „JUST SEND IT“). Zum Mittagessen trafen wir wieder auf die andere Gruppe. Nach einer kleinen Stärkung ging es in zwei Gruppen wieder weiter. Auf kleinen abgelegeneren Pisten konnten wir die letzten sonnigen Stunden für die nächsten zwei Tage noch in vollen Zügen genießen. Als wir wieder gegen 17:00 Uhr an unsere Hütte ankamen, wurden erstmal Nudeln gekocht. Nach dem Essen verbrachte Svenja (Omega) die nächste dreiviertel Stunde damit, mit Hilfe eines LVS ihren versteckten Rucksack zu finden. Letztendlich hatte Alex Mitleid mit ihr und gab ihr den Rucksack zurück, der die ganze Zeit hinter der Hütte auf dem Brennholz lag. Nach einem langen und erlebnisreichen Tag legten wir uns (manche früher, manche später) ins Bett, bis wir am nächsten Tag wieder von einem schönem Wecklied geweckt wurden.

 

30.12.2018

Am 30.12.18 fiel das Aufstehen leicht, weil es über 30 cm Neuschnee gegeben hatte. Wie jeden Morgen hatte eine Fee den Holzofen bereits eine dreiviertel Stunde früher angezündet, was das Aufstehen zusätzlich erleichterte. Beim Frühstück entschieden uns für das Skigebiet Hochfügen, da auf der Straße zu viel Schnee lag. Wir ließen die Busse stehen und fuhren mit den Skiern über die Skiroute nach Aschau und von dort aus mit dem Bus nach Kaltenbach. Es schneite und wehte den ganzen Tag stark wodurch auch die Sicht meist sehr eingeschränkt war. Dafür war der Schnee umso besser und da wir die Sessellifte ohne Haube und Sitzheizung gekonnt vermieden, waren auch die Temperaturen sehr erträglich. Da die Piste durch den Neuschnee über den Tag hin sehr bucklig geworden war und die Anfänger dadurch schon ziemlich platt waren beschlossen wir bereits um 14.00 Uhr den geordneten Rückzug zur Hütte anzutreten. Über die Skiroute nach Aschau und zum Schluss über schöne Wiesen Hänge ging es durch den Deep Powder direkt bis zu unserer Hütte, wo wir den Nachmittag über chillten und Karten spielten während es draußen weiterschneite.

 

31.12.2018

Der vierte und gleichzeitig letzte Skitag des Jahres 2018 begann wieder ca. um 6:30 Uhr. Diesmal jedoch zur Abwechslung mit Schnee im Bett anstatt der einschlägigen Aufwachsongs, wodurch der ein oder andere geweckt wurde. Die Nacht über hatte es mal wieder etwa 20 cm geschneit und es erwarteten uns beste Pistenverhältnisse. Leider war es tagsüber auf der Piste etwas neblig, trotzdem fuhren wir wieder bis zur letzten Bergfahrt und holten nochmal alles aus Mensch und Material heraus.  Nach der schönen Tiefschneeabfahrt zur Hütte wurde sofort angefangen eine Schneebar für den Abend zu bauen. Anschließend gab es eine wilde Schneeballschlacht. Als alle kaputt und etwas müde waren, war es endlich Zeit sich in der Hütte aufzuwärmen und leckere Käsespätzle zu kochen. Nach dem Abendessen saßen alle noch lange um den Tisch bis auf ein paar Powernapper, die nochmal etwas Energie für den Abend tanken wollten. Nachdem diese mit ohrenbetäubender Musik wieder aus dem Bett gerissen wurden, dauerte es nicht mehr lange bis wir uns alle gegen 12 außen auf der Terrasse versammelten. Gemeinsam schauten wir uns das Feuerwerk im Tal an, gratulierten uns fürs neue Jahr und weihten die Schneebar ein. Nachts, gegen 3 Uhr, gab es vor dem Schlafen nochmal professionell gekochte Nudeln mit Pesto von unserem Starkoch. (Schöne Grüße an Niklas, der jetzt auch endlich weiß wie man Nudeln kocht)

01.01.2019

Am Neujahrstag durften man gnädiger Weise sogar mal „ausschlafen“. Trotzdem ließen es sich Leo und Gigi nicht nehmen und starteten ihren Skitag früher. Ein bis zwei Stunden später hatte es dann auch der Rest auf die Piste geschafft. Man teilte sich wieder in die bewehrten zwei Gruppen auf und genoss noch ein letztes Mal das tolle Wetter und die guten Pistenbedingungen. Nach dem Mittagessen kam es dann zu einer Umstrukturierung der Gruppen. Während die Mehrheit ihre Skipässe bis zur letzten Stunde ausnutzte, machten sich Jeannine, Johanna und Lucas auf den Weg ins Tal, um ihre Leihskier wieder abzugeben. Im Gegensatz zum Rest der Woche legten diese drei ihre letzten Pistenmeter zu Fuß statt, wie gewohnt, auf Skiern zurück, da man vom Skiverleih noch zur Hütte laufen musste. Motiviert und mit einem ausgeklügelten Plan, dem sogenannten „Winterwanderweg“ zu folgen, startete man den Trip. Dieses Vorhaben stellte sich jedoch schwieriger als gedacht heraus, da niemand jemals von diesem offiziell in der Karte ausgeschilderten Weg gehört hatte. Antworten auf Nachfragen beinhalteten hilfreiche Tipps wie: „Lauft doch in die entgegengesetzte Richtung“, „Die Lifte machen bald zu“ (Pistenpersonal), „Gelalle“ (angeblicher Ortskundiger, der eventuell betrunken war) und „Vielleicht existiert dieser WINTERwanderweg nur im Sommer“ (unser persönliches Highlight und die Antwort nach welcher wir aufgaben, weiter Leute anzusprechen). Man einigte sich also kurzerhand darauf einfach querfeldein über Pisten zu laufen, auf Plastiktüten steile Hänge hinab zu rutschen und zum Schluss noch durch den Tiefschnee zu stapfen bis das Ziel endlich erreicht war. Diese zwei Stunden stellten sich letztendlich witziger als gedacht heraus, nicht zuletzt dank der Snacks, der abwechslungsreichen musikalischen Unterhaltung (Weihnachtslieder und Deutschrap) und dem dazu (nicht) passenden Gesang. In der Hütte wurde man schon mit warmen Essen erwartet und gemeinsam lies man den letzten Abend mit einer Schafkopflehrstunde und „Wer bin ich“ ausklingen.

02.01.2019

Am heutigen Tag war ausschlafen angesagt, dennoch wurden wir um neun Uhr geweckt. Danach gab es ein kurzes Restefrühstück und anschließend ging es ans Packen und aufräumen der Hütte. Da jeder mit angepackt hat ging dies schnell von statten, das Problem war jedoch, dass es über Nacht wieder 20-30cm Neuschnee gab und die Busse über mehrere Tage eingeschneit waren. Nachdem wir sie vom Schnee befreit hatten war es trotz Schneeketten fast unmöglich sie zurück auf die Straße zu bekommen. Mit vereinten Kräften, jeder Menge Anschieben und Schneeräumen, sowie einer Fußmatte haben wir es dann gegen 14.00 Uhr schließlich geschafft auf die geräumte Straße zu kommen und die schmale Straße bis nach Aschau hinunter zu fahren. Die Autobahnen waren bis München verschneit und wir standen mehrere Stunden im Stau, weshalb wir erst gegen 20.15 wohlbehalten in Schwabach angekommen sind.

Teilnehmer: Alex, Bene, Christoph, Fabi, Filip, Georg, Hannah, Jeannine, Johanna, Leo, Lucas, Ludwig, Niklas, Simon, Svenja

Berichte: Niklas, Lucas, Hannah, Leo, Svenja, Jeannine & Johanna, Simon