Tauplitzalm 2012

Sonntag, 02.09.2012

Am 2.9.12 trafen wir uns um 6:00 Uhr am Schwabacher Hauptbahnhof. Alle kamen fröhlich lachend, mit schwerem Rucksack und auch ein bisschen müde. Dann gings los! In Nürnberg Hbf mussten wir das erste Mal umsteigen. Danach fuhren wir weiter nach Passau. Dort kaufte sich der Eine oder Andere einen Kaffee, weil er nicht schlafen konnte, nachdem fast alle mit halbimaginärem Unospielen beschäftigt waren. Von Passau fuhren wir weiter nach Wels. In der Zwischenzeit führten Sascha und Sarah ihr gegenseitiges auf den Oberschenkelschlagen fort. In Wels waren es leider nur 3 Minuten Umsteigezeit in der wir den langen Weg von der einen auf die andere Bahnsteigseite erfolgreich überwanden. In dem nächsten total vollen Zug gelang es uns doch nach einer Weile wieder, das halb imaginäre Uno fortzuführen. Endlich in Bad Mitterndorf angekommen, wartete auch schon ein großer Reisebus auf uns 13 Leute! Alle genossen nach dem vollen Zug den leeren Bus und breiteten sich aus. Oben am Hollhaus angekommen (ca. 15 Uhr), bezogen wir die Zimmer und hielten eine kurze Lagebesprechung. Kaum 45 Minuten Pause, da war schon Erkunden angesagt. Eddi und Ingo liefen für den nächsten Tag zum Toureneinstieg, während der Rest den Lawinenstein erklomm. Oben beschlossen wir nicht weiter zum nächsten Gipfel zu laufen, sondern lieber mitten in den Latschen Verstecken zu spielen. Danach trabten, rannten und rutschten wir wieder zur Hütte. Pünktlich zum Abendessen! Beim Essen wurden von Ingo und Eddi mitgeteilt, dass die Wege und Straßen ab jetzt einzeln benannt werden: Schotter- und Teerstraßen heißen Landebahnen, ausgeschilderte Wege Autobahnen, Wege mit Steinmarkierungen Bundesstraßen und „Wege“, auf denen mal ein Mensch oder Tier gegangen war, Wege. Ein „Weg“ auf dem Eddi vor 15 Jahren mal gegangen war hieß dann Pfad. Dies ließ auch einiges über den Zustand des „Weges“ für den nächsten Tag vermuten. Nach dem Essen wurde der nächste Tag geplant und danach so lange Werwolf gespielt, bis alle so verwirrt waren, dass nur noch das Bett half. So ging der erste schöne Tag zu ENDE.

(Carina)

 

 

 

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Montag, 03.09.2012

Heute früh kamen wir zuallererst später los als geplant, auf Grund von 3 Langschläfern, die dann auch gleich mit Seiltragen belohnt wurden. Auf dem Weg zum Traweng haben wir unterwegs Gebirgsseen in Nebelwolken bewundert. Auf „Wegen“ und „Landstraßen“ kämpften wir uns nach oben. Leider hatte Carina Probleme mit ihren Knien, weshalb Edmund sie zur Hütte zurück brachte. Wir anderen bewunderten die schöne Landschaft und genossen den guten Ausblick vom Gipfel aus. Anschließend wanderten wir auf dem Grad entlang und begannen dann den Abstieg zum Klettergarten. Auf dem Weg dorthin über Schutt und Geröll hat sich Svenja leider unglücklich an der Schulter verletzt, weshalb Edmund, der gerade eben erst zu uns gestoßen war, sie heil ins Tal bringen musste. Der Rest vergnügte sich noch eine Zeit lang im Klettergarten, bis es dann Zeit für die Rückkehr zur Hütte wurde. Eine teilweise ganz schöne Schuttabfahrt lag noch au dem Weg. Nach dem Abendessen spielten wir dann wieder wunder-oh-wunder Werwolf und hatten viel Spaß dabei.

(Christina und Sarah)

 

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Dienstag, 04.09.2012

Teil 1

Nach dem Aufstehen haben wir wie eine große Familie gefrühstückt. Als dann machten wir uns auf den Weg zum Sturzhahn. Da das schroffige Terrain dort viel zu heavy für uns war, brachen wir es nach einstimmiger Umfrage ab. Nach einer spaßigen Rutschpartie bei einer Schuttabfahrt folgte eine Schneeballschlacht, bei der natürlich Flo und Paul gewannen. Sascha hat fett abgeloost. Nach einem Weg, der uns 3 Stunden lang vorkam, weil er auch 3 Stunden dauerte, erreichten wir den Steirersee, wo wir eine ausgiebige Pause machten. Dort hingen wir unsere dampfenden Füße rein, worauf das Wasser sofort verdampfte. Traurigerweise mussten wir irgendwann auch mal wieder zurück und an kackenden Kühen vorbei, so dass wir bald unsere Hütte erreichten. Eddi und Sascha hatten schon aufgegeben und warteten noch am Naturfreundehaus auf der Alm auf Kletterer unserer Gruppe, die vom Sturzhahn zurück kamen .

(Flo und Paul)

 

 

Teil 2

Klettern Sturzhahn Südwand IV+

 

Ingo sagt zu diesem Tag:

 

interessante Route,

schöner Gipfel,

scheiß Abstieg

 

Zu viert kletterten wir in zwei Seilschaften den Sturzhahn (eigentlich 6 Seillängen) hinauf. Dabei musste ein unschuldiges kleines Mädchen den schweren Rucksack tragen und ein anderes Mädchen durfte immer ewig warten, weil ein gewisser Vorkletterer lieber ein paar Mal hin und her und auf Umwegen klettern musste. Nach einer kleinen Stärkung und einem Fotoprojekt auf dem Gipfel, konnten wir auf dem Grad zwischen zwei Abgründen ohne Sicherung entlang laufen. Anschließend seilten wir uns auf der anderen Seite des Felsens ab und machten zum Schluss noch eine schöne Schuttabfahrt. Ingo konnte sein „Projekt“ auf Grund von Zeitmangel leider nicht mehr bewundern. Auf dem Rückweg trafen wir dann noch Eddi und Sascha beim Naturfreundehaus und berichteten ausführlich von unserem Tag.

(Sarah und Christina)

 

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Mittwoch, 05.09.2012

Teil 1

Nachdem zwei von uns, Sascha und Eddi, schon kurz nach 7:00 Uhr zur Sturzhahn Südwand gestartet waren, machten wir uns wie üblich um 9:00 Uhr auf den Weg. Nach kurzer Zeit teilte sich die Gruppe auf. Die Mehrheit ging zum Klettersteig, während die anderen drei nochmals zurück zur Hütte gingen, zur Verletztenpflege. Danach wanderten wir zum Steirer- und zum Schwarzsee. Am Schwazsee machten wir Rast und liefen dann durch ein Schuttfeld zu einer genialen Höhle, die wir dann erkundeten. Daraufhin machten wir uns auf den Rückweg und sahen dabei viele Kröten und eine Schlange. Nachdem Sascha und Eddi und die Seeausflügler im strömenden Regen heimkamen, gab es auch bald Abendessen. Danach wurde die berühmte Werwolfrunde durch Pokern und Gitarrenspiel ersetzt.

(Carina und Lotta)

 

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Teil 2

Nachdem wir uns in der Früh von Ssascha und Eddi getrennt haben, sind wir heute den neuen Kletttersteig Gamsblick am Traveng hinauf geklettert. Der Klettersteig an sich war sehr schön, da er am Anfang leichter war und dann nach und nach schwerer wurde. Nach insgesamt 3 Stunden erreichten wir den Gipfel, wo wir eine Tannenzapfen(bzw. Ziza-Mokkala) -Schlacht veranstalteten.

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Nachdem wir schon um 15:15 Uhr an der Hütte waren ist ein Teil der Gruppe zum Märchensee gegangen um zu Schwimmen. Bei geschätzten 10 Grad Wassertemperatur sind manche trotzdem  einmal hin und zurück geschwommen.
Den Tag beendeten wir wie immer mit einer Runde Finsterwald.

(Pascal)

 

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Donnerstag, 06.09.2012

Auf Grund schlechten Wetters mussten wir vormittags auf der Hütte bleiben, wo wir Steigeisenanlegen und Knoten übten. Nach dem Mittagessen und einer Runde Personenraten und anderen Spielen, machten wir uns auf dem matschigen Weg auf zum Schneiderkogel, um den Großsee herum und zurück zur Hütte. Nach Kotlett und einigen Runden 6-nimmt gingen die Meisten früh zu Bett.

(Christina und Carina)

 

Freitag, 07.09.2012

Heute gab es schon um 7 Uhr Frühstück. Eine ¾ Stunde später trafen wir uns draußen vor dem Hollhaus mit Wanderschuhen und Rucksack.(Wir hatten vor in die Eishöhle zu gehen, die ohne Steigeisenerfahrung sollten in der Vorhalle bleiben und die mit Erfahrung weiter hinein. Danach wollten einige im Steirer See schwimmen gehen) Wir gingen erst den etwas hügeligen aber schönen Weg zur Leistalm. Dort machten wir eine kleine Rast und die Jugendleiter besprachen sich etwas abseits. Als sie wieder kamen, sagten sie uns, dass wir doch nicht zur Eishöhle gehen, da der Weg ziemlich steil wäre und er ungefähr genauso sei wie der Aufstieg zum Sturzhahn. Wir könnten es uns aussuchen: entweder wir gehen hoch zum Roßkogel oder zu einer anderen Höhle. Wir entschieden uns für den Roßkogel. Oben angekommen wurde ein Foto von Ingo, Sascha, Eddi, Svenja mit Steigeisen und Pascal im Biwaksack gemacht. Danach von uns im Latschenfeld.

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Nach einer längeren Rast wanderten wir wieder hinunter. Unten wurde auf die Langsameren gewartet und weiter gings zum Steirersee. Dort schwammen ein paar von uns auf die andere Seite und zurück, aber einige blieben lieber auf der Insel, wo die anderen dann auch hinkamen. Allerdings waren sie dann schon wieder trocken, als sie wieder an Land wollten. Dann wurde überlegt wie man trocken hinüber kommt. Zwei Mutige sprangen einfach ins Wasser und schwammen. Die anderen zögerten. Der See war doch so kalt. Also wurde erst zur anderen Insel gelaufen, dort war das Wasser nur Hüfttief, und dann von dort aus über den Damm (auch Hüfttief, außer man fällt hineinJ)

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Wieder umgezogen ging es dann zum Hollhaus zurück. Um 5 Uhr trafen wir uns wieder zum Gewinnspiel. Wir teilten uns in 2er und eine 3er Gruppe auf und mussten einige Aufgaben bewältigen: 1. Den blinden Partner durch eine „Minenfeld“ lotsen, 2. So viele Knoten wie möglich in einer bestimmten Zeit knoten und benennen 3. unsere Wege in der Karte bestimmen. Darauf gab es Punkte und wer die meisten Punkte hatte, durfte sich die Bandschlinge nehmen, die er wollte. Die anderen durften sich, in der Reihenfolge ihrer Punkte, die restlichen Bandschlingen nehmen. Zum Abschluss gab es noch ein Gruppenspiel, bei dem alle über den "heißen Draht" gebracht werden mussten. Danach gab es Käsespätzle zum Abendessen und wir saßen noch eine Zeitlang am Tisch zusammen und besprachen unter anderem den morgigen Tag.

(Pia)

 

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Samstag, 08.09.2012

Edmund: „Wer mit zur Sonnenaufgangstour will, ist um 4:00 Uhr abmarschbereit, ansonsten gehen wir ohne ihn“. Aber wer war um 4:01 immer noch nicht in Sicht? Edmund! Also machten wir uns zu neunt auf den Weg zum Lawienstein. Dunkel wars, der Mond schien helle und man meinte jemand hätte Flutlicht angeschalten. So gesehen hatte auch niemand Probleme den Weg zu finden. Das war vielleicht auch der Grund, warum wir um 5:00 Uhr bereits oben auf dem Gipfel waren. Der Sonnenaufgang lies noch auf sich warten und so versuchten sich die Einen durch Gruppenkuscheln warm zu halten und die Anderen durch Hüpfen wie ein Hase oder Laufkuscheln wie ein Pinguin. Geholfen hat es alles nicht sehr viel. Um Viertel vor Sechs, als die Sonne bereits über den Berg gespitzt hatte, kamen überraschenderweise Ingo und Edmund den Berg hinauf gesprintet. Gemeinsam sahen wir uns dann den Sonnenaufgang an und wie das Dachsteinmassiv langsam in warmes Licht getaucht wurde.

 

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Wieder zurück an der Hütte war es nach dem Frühstück Zeit Lebewohl zu sagen und wieder nach Hause zu fahren.

Eigentlich konnte keiner so recht glauben, dass die Woche schon vorbei war. Aber so ist es meistens, wenn man Spaß hat. Auf der Zugfahrt wurde dann zunächst der fehlende Schlaf nachgeholt und später wieder gespielt.

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Vielen Dank an Sigrun und Klaus vom Hollhaus, die uns in dieser Woche bestens bewirtet haben und jederzeit zur Stelle waren, wenn wir Sie brauchten. Das war ein Rundumwohlfühlpaket das wir dort geniessen durften.